Case Study: Kühner Wärmetauscher GmbH & Co. KG – Digitaler Reifegrad als Sprungbrett
Kurz beantwortet: Kühner Wärmetauscher, ein seit 1948 bestehendes Familienunternehmen für individuell gefertigte Wärmetauscher, beauftragte Bold & Epic Consulting mit einer Digital-Reifegrad-Analyse über sechs Dimensionen – Strategie, Kunden, Prozesse, Systeme, Kultur und Organisation. Ergebnis war eine klare Digitalisierungsstrategie mit konkreten Initiativen wie „Papierfrei 2025“, spürbar reduzierten Medienbrüchen und einem aktiv eingebundenen Team. Das Projekt läuft seit Juli 2022 bis heute weiter.
Über den Kunden
Kühner ist ein seit 75 Jahren bestehendes Familienunternehmen, das individuell gefertigte Wärmetauscher für die Industrie herstellt – stark geprägt von enger persönlicher Kundenabsprache und dem Leitsatz der Geschäftsführerin Elisabeth Poša: „Neues zulassen und Altes respektieren“.
Das 1948 in Korntal-Münchingen (Baden-Württemberg) gegründete Unternehmen beschäftigt rund 35 Mitarbeitende und fertigt Wärmeübertrager, Lufterhitzer, Luftkühler und Abgaswärmeübertrager für 15 verschiedene Branchen, darunter Lüftungs-, Kälte- und Klimatechnik, Maschinen- und Anlagenbau sowie die Lebensmittel-, Papier- und Textilindustrie. Elisabeth Poša führt das Familienunternehmen seit 2007 in dritter Generation.
Ausgangssituation
Die Herausforderung: komplexe, wenig standardisierte Prozesse durch anspruchsvolle Einzelanfertigungen, hoher Zeitaufwand bei Informationssuche und -verarbeitung, ungleiche Informationsverfügbarkeit für Mitarbeitende, gesetzliche Aufbewahrungspflichten sowie Ineffizienzen durch viel Papierarbeit und schlecht zusammenspielende Systeme.
Lösungsansatz
Bold & Epic ermittelte zunächst den digitalen Reifegrad des Unternehmens über die Bereiche Strategie, Kunden, Prozesse, Systeme, Kultur und Organisation – iterativ und in engem Austausch mit dem Kunden.
Vorgehensweise
Dazu gehörten zahlreiche Mitarbeiterinterviews und Begleitung im Arbeitsalltag, die Konsolidierung und Priorisierung der Ergebnisse mit der Geschäftsführung sowie die Ableitung konkreter Lösungsansätze gegen Medienbrüche und Papierprozesse.
Ergebnisse
- Eine klare Digitalisierungsstrategie mit konkreten Initiativen, zum Beispiel „Papierfrei 2025“.
- Spürbar reduzierte Medienbrüche und eingesparte Papiermengen.
- Ein aktiv in den Change-Prozess eingebundenes Team.
Fazit
Der Kühner-Case zeigt, wie ein Fertigungsunternehmen Digitalisierung nicht als Technologieprojekt, sondern als organisatorischen Reifeprozess angeht. Die sechsdimensionale Reifegrad-Analyse schafft dabei die Grundlage, um Digitalisierung dort anzusetzen, wo sie den größten Effekt hat, ohne den Kern des Unternehmens – die enge, persönliche Kundenabsprache bei Einzelanfertigungen – zu gefährden. Der Leitsatz „Neues zulassen und Altes respektieren“ ist dabei nicht nur Unternehmensphilosophie, sondern das eigentliche Erfolgsprinzip des Projekts.
Häufige Fragen
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Eine strukturierte Bestandsaufnahme, wie weit ein Unternehmen in verschiedenen Dimensionen – hier Strategie, Kunden, Prozesse, Systeme, Kultur und Organisation – bereits digitalisiert ist, als Grundlage für eine priorisierte Digitalisierungsstrategie.
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Weil bei individuell gefertigten Produkten Prozesse naturgemäß weniger standardisiert sind. Eine Reifegrad-Analyse identifiziert gezielt, wo Digitalisierung Ineffizienzen wie Medienbrüche und Papierprozesse reduzieren kann, ohne die für Einzelanfertigungen nötige Flexibilität zu verlieren.
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Sie ist eine der konkreten, aus der Reifegrad-Analyse abgeleiteten Initiativen, die Papierprozesse und damit verbundene Medienbrüche im Unternehmen gezielt abbauen soll.