Case Study: SEITZ Tiernahrung – vom Private Label zur eigenen Marke
Kurz beantwortet: SEITZ Heimtiernahrung, seit 1981 einer der führenden Private-Label-Hersteller für Premium-Tiernahrung, hat gemeinsam mit XQ Digital (heute Bold & Epic Consulting) seine Marke Fleischeslust in eine eigenständige Firma ausgegliedert. Für diesen Carve-Out wurden ein Shopify-basierter Abo-Shop für den Direktvertrieb an Endkunden, ein eigenes ERP-System (Haufe X360) sowie eine durchgängige Datenauswertung über Azure Fabric und Power BI aufgebaut. Der Case zeigt, wie ein technisch sauber begleiteterCarve-Out die Grundlage für den eigenständigen Aufbau einer Marke am Markt legen kann.
Über den Kunden
SEITZ Heimtiernahrung GmbH & Co. KG, seit 1981 im niedersächsischen Langwedel bei Bremen ansässig, ist einer der führenden Hersteller von Premium-Nassfutter für Hunde und Katzen im Private-Label-Segment. Das Unternehmen produziert für zahlreiche namhafte Tiernahrung-Anbieter aus Deutschland und weiteren europäischen Ländern alsAuftragshersteller. Die Marke Fleischeslust gab es bereits am Markt: SEITZ übernahm sie 2019 und führte sie zunächst als Eigenmarke im eigenen Haus weiter, neben der Marke Futtermeisterei.
Ausgangssituation
Die Führung einer eigenständigen Endkundenmarke mit Direktvertrieb liegt abseits des Kerngeschäfts eines Private-Label-Herstellers. Um flexibler und schnelle am Markt agieren zu können sollte daher die Marke Fleischeslust mehr Autonomie gegeben werden. Deshalb fiel die Entscheidung, die Marke Fleischeslust aus dem Unternehmen herauszulösen und als eigenständige Firma aufzustellen.
Lösungsansatz
Mit der Entscheidung für einen Carve-Out, kam XQ Digital hinzu und begleitete vor allem die technische Umsetzung der Ausgliederung: den Aufbau eines eigenenDirektvertriebskanals, eines eigenen ERP-Systems, Schnittstellen zum 3PL-Dienstleister und einer durchgängigen Datenauswertung – als operatives Fundament, auf dem Fleischeslust als eigenständiges Unternehmen arbeiten kann.
Umsetzung
Technische Begleitung des Carve-Outs von Fleischeslust aus der SEITZ-Gruppe heraus in eine eigenständige Firma.
Aufbau eines B2C-Onlineshops auf Basis von Shopify, um Konsumenten direkt mit einem Abo-Modell zu beliefern.
Einführung eines eigenen ERP-Systems (Haufe X360) für die neue, eigenständige Firma.
Aufbau der Schnittstelle zwischen ERP-System und dem 3PL-Dienstleister, um Lagerverwaltung und Auftragsabwicklung zu integrieren.
Aufbau einer durchgängigen Datenauswertung über Azure Fabric und Power BI auf Basis tagesaktueller Daten.
Ergebnisse und Learnings
Ein Carve-Out braucht von Anfang an eine eigene technische Infrastruktur – Vertrieb, ERP und Datenauswertung müssen unabhängig vom bisherigen Mutterunternehmenfunktionieren.
Der eigene Direktvertriebskanal (Shopify-Abo-Shop) verschaffte Fleischeslust erstmals direkten Zugang zu den eigenen Endkunden.
Mit dem eigenen ERP-System (Haufe X360) konnte Fleischeslust ab dem Start eigenständig wirtschaften, losgelöst von den Systemen der SEITZ-Gruppe.
Die durchgängige Datenauswertung über Azure Fabric und Power BI lieferte von Beginn an eine belastbare Grundlage für Vertriebs- und Produktentscheidungen.
Der technisch sauber durchgeführte Carve-Out legte das Fundament dafür, dass Fleischeslust als eigenständiges Unternehmen von Beginn an operativ handlungsfähig war – miteigenem Vertriebskanal, eigenem ERP und eigener Datenbasis, unabhängig von der ehemaligen Muttergesellschaft SEITZ.
Fazit
Der SEITZ-Case zeigt, wie sich ein Carve-Out technisch sauber umsetzen lässt: Mit einem eigenen Direktvertriebskanal, einem eigenen ERP-System und einer durchgängigen Datenauswertung stand Fleischeslust von Beginn an auf einem eigenständigen operativen Fundament, unabhängig von den Systemen der ehemaligen Muttergesellschaft SEITZ.
Diese Case Study macht deutlich, worauf es bei einem Carve-Out wirklich ankommt: nicht nur die rechtliche und organisatorische Trennung, sondern vor allem die technische Infrastruktur von Anfang an eigenständig aufzustellen. Vertrieb, ERP und Datenauswertung mussten unabhängig vom bisherigen Mutterunternehmen funktionieren, damit Fleischeslust ab dem ersten Tag operativ handlungsfähig war.
Häufige Fragen
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Weil Private-Label-Hersteller ohne eigene Marke leicht austauschbar sind und keinen direkten Endkundenkontakt haben. Eine eigene Marke mit Direktvertrieb schafft Verhandlungsmacht, Kundendaten und zusätzliche Umsatzquellen, unabhängig vom bestehenden Auftraggebergeschäft.
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Durch Azure Fabric und die Integration aller IT-Systeme in einen zentralen Datalake konnten Auswertungen über alle Vertriebskanäle hinweg tagesaktuell in Power BI bereitgestellt werden – als Grundlage, um sowohl die Eigenmarken als auch das Private-Label-Angebot datenbasiert zu verbessern.
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Die aufgebaute Markenstrategie lieferte den wirtschaftlichen Nachweis, dass eine eigenständige Marke mit direktem Kundenzugang tragfähig ist. Darauf aufbauend wurde die Marke Fleischeslust 2025 als eigenständiges Unternehmen aus der SEITZ-Gruppe ausgegründet.